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Der
historische Triebwagen 21 Stand 11. Dezember 2009 |
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Das Fahrzeug war ursprünglich als Typ T59 mit
weiteren 8 Triebwagen für die Berliner Verkehrsbetriebe mit der Nummer 3903
als Zweirichtungstriebwagen gebaut worden. Bereits 1967 erfolgte der Umbau zu
Einrichtungswagen im Rahmen der ersten Hauptuntersuchung. Im Zuge der Typenbereinigung bei den Berliner
Verkehrsbetrieben erwarben die Leipziger Verkehrsbetriebe im Jahre 1970
insgesamt sieben Triebwagen und 20 Beiwagen dieses Typs. Der heutige
Schweriner Triebwagen erreichte am Um die Gotha-Fahrzeuge noch längerfristig nutzen
zu können, beschloss die Betriebsleitung der Leipziger Verkehrsbetriebe, alle
Triebwagen und einen Teil der Beiwagen im Reichsbahnausbesserungswerk
"Roman Chwalek" in Berlin-Schöneweide
einer gründlichen Aufarbeitung zu unterziehen. Der Triebwagen wurde am 1.
Dezember 1973 nach Berlin geschickt. Der Transport erfolgte auf Flachwagen
der Deutschen Reichsbahn. Vollständig erneuert kehrte er am 12. März 1974 aus
Berlin zurück und kam ab 25. März wieder zum Einsatz. Zunächst war wieder der Betriebshof Dölitz das Heimatdepot. Später wurde er dann zum
Betriebshof Möckern umbeheimatet.
Das Einsatzgebiet war vorwiegend die Linien 10, 11,
28 und 29. Zuverlässig tat der beliebte Gothatriebwagen bis
1989 seinen Dienst im Personenverkehr. Diesem Triebwagen oblag es auch, einen
der Abschiedszüge auf der Linie 28 am 28. Oktober 1989 zu fahren. Danach wurden er abgestellt. Im Juni 1990 gelangte der Triebwagen in den
Arbeitswagenpark. Er bekam die Nummer 5041 zugewiesen und sollte bis zu
seinem Ausscheiden als Transportwagen fungieren. Ende des Jahres 1991 weilte
er zur Hauptuntersuchung in der Hauptwerkstatt, wo er auch den grünen
Anstrich erhielt. Außerdem wurde er, wie alle Gothaer Arbeitswagen, an der
Vorderplattform mit einer Albertkupplung ausgerüstet, um die Schneepflüge
schieben zu können. Dazu wurde er im August 1994 noch mit gelben
Rundumleuchten versehen. Später tauschte man die Albertkupplung gegen eine
Scharfenbergkupplung an der Vorderplattform aus. In die 1990er Jahre fällt
auch der Einbau von Zusatzeinrichtungen, um diesen Wagen zur Ausbildung von
Fahrern zu nutzen, welche auf Arbeitswagen oder historischen Fahrzeugen
eingesetzt werden sollten. Im Jahre 2002 wurde Arbeitstriebwagen 5041
ausgemustert und abgestellt. Dieses Fahrzeug wurde im Jahre 2003 zusammen mit
einem weiteren Arbeitswagen gleichen Typs vom Schweriner Nahverkehr
angekauft. Der bisherige historische Wagen 26 war wegen seiner gründlichen
Hauptuntersuchung längere Zeit ausgefallen. So zog man aus dieser Tatsache
die richtigen Lehren und will einen zweiten historischen Wagen betriebsfähig
erhalten. Um den Gothawagen zur Verabschiedung der
Tatrawagen am 23. August 2003 einsetzen zu können, wurde er umgespurt, da in
Leipzig die Spurweite 1458 mm beträgt, und neu in den Schweriner Farben
lackiert. Der HTw 21 ist leider
für Schweriner Verhältnisse nicht ganz historisch. Den Typ T59 gab es in
Schwerin nur als Zweirichter. Die Einrichtungs-Gothas waren vom Typ T2-62 und
besaßen ein mit „Lenkrad“ zu bedienten Unterflurfahrschalter. Im November
2009 begann die Aufarbeitung im Rahmen der Hauptuntersuchung. Die Arbeiten
wurden von vier Personen durchgeführt, die beim Schweriner Umschulungs- und
Bildungszentrum e. V. (SUBZ) eine Weiterbildung absolvierten. Die
Facharbeiten, wie zum Beispiel Elektrik und Neulackierung, führten aber
Mitarbeiter der Schienenbahnwerkstatt aus. Die Arbeiten wurden von der
Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) mit Schaltplänen für Gothawagen
und von den Leipziger Verkehrsbetrieben mit Ersatzteilen unterstützt. |
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Gothawagen
21 befährt gerade die neue Wendeschleife Am Schlossgarten (heute Bertha-Klingberg-Platz). |
Gegenwärtig wird das Fahrzeug gründlich aufgearbeitet. |
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Foto:
Sven Dobratz (15.08.06) |
Hersteller: |
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Wagenbaulicher
Teil: VEB Waggonbau Gotha |
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Elektrischer
Teil: VEB Elektronische Werke "Hans Beimler"
Hennigsdorf |
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Anzahl: 1 Stück |
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Allgemeine Daten |
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Bauart |
Einrichtungsfahrzeug
(ursprünglich Zweirichtungsfahrzeug) |
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Länge |
10900
mm |
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Breite |
2200 mm |
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Höhe |
3115 mm |
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Achsfolge |
Bo |
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Achstand |
3200 mm |
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Spurweite |
1435 mm |
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kleinste
befahrbarer Kurvenradius |
20 m |
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Fahrzeugmasse |
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leer |
13,5 t |
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Platzangebot |
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Sitzplätze |
20 |
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Stehplätze |
5 |
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Leistungsdaten |
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Fahrdrahtnetzspannung |
600 V = |
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Steuerspannung |
24 V = |
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Geschwindigkeit |
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Höchstgeschwindigkeit |
50 km/h |
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Motor |
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Motorleistung |
2 x 60
kW |
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Typ |
EM
60/600 |
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Fahrschalter |
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Typ |
StNFB1 |
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Fahrstufen |
18 |
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Bremsstufen |
13 |
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Bremsen |
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Elektrische
Betriebsbremse |
generatorisch |
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Feststellbremse |
Ratschenbremse |
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Magnetschienenbremse |
2 x 60
kN (600V) |
© 30.06.11