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Die Tatrawagen von Stand 9. Februar 2011 |
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Inbetriebnahme |
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Im September 1973 traf der
ersten Tatrawagen in Schwerin ein. Nach der Abnahme vom Hersteller und
nachumfangreichen Erprobungen war es am 19. Januar 1974 soweit. Der erste Zug
(Triebwagen 201 mit Beiwagen 301) fuhr mit Fahrgästen auf der Linie 2 von Lankow zur Freilichtbühne. Damals konnten auf Grund der
unzureichenden Stromversorgung nur Beiwagenzüge (Tw+Bw)
zum Einsatz kommen. Ab 26. April 1974 kam auch der zweite Triebwagen zum
Einsatz. Der erste Tatragroßzug (Tw+Tw+Bw) war am
06. Oktober1974 zur Eröffnung der Strecke zum Großen Dreesch
im Einsatz. Nach der Einweihungsfahrt wurde der Zug bereits in Lankow wieder getrennt, da es auf seiner Fahrt wiederholt
im Bereich Lankow zu Stromausfällen kam. In den
folgenden Jahren entstanden zahlreiche neue Unterwerke zur Verbesserung der
Stromversorgung. Nachweiteren Lieferungen konnte am 1. Mai1977 der typenreine
Betrieb mit Tatragroßzügen auf der Linie 2 aufgenommen werden. |
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Einbau
elektrischer Entwerter |
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Am 1. Januar 1978 erhielten
alle Straßenbahnen und Omnibusse in Schwerin elektrische Entwerter. Nun
mussten die Fahrgäste ihre Fahrscheine im Voraus kaufen. Eine Barzahlung war
im Fahrzeug nicht mehr möglich |
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Winter
1978/79 |
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Der Winter 1978/79 brachte den
Nahverkehrsbetrieb in große Schwierigkeiten. Zusätzlich zum sprunghaften
Ansteigen der Fahrgastzahlen trat eine Häufung von Unfällen im
Straßenbahnverkehr auf. Die zunehmende Überlastung und ein größerer
Verschleiß des Wagenparks erforderten erhöhte Reparaturleistungen. Anhaltend
extreme Witterungsbedingungen brachten auch in Schwerin den Verkehr zum
Erlahmen. Die Tatra-Bahnen fuhren reihenweise in die Werkstatt. Zur Reparatur
in diesem enormen Umfang fehlten jedoch die Ersatzteile. Am Häufigstem traten
Schäden am Motorgenerator auf. Die Lüftung saugte nicht nur Luft, sondern
auch Schnee an. Der führte immer wieder zu Kurzschlüssen. Auch die Wartung im
Allgemeinen für diesen Wagentyp erfolgte nur unzureichend, da die Werkstatt
nicht ausreichend für die Wartung und Pflege eingerichtet war. So kam es im
Februar zum Totalausfall aller Tatrafahrzeuge. Für einige Tage war nur noch
die Linie 2 im Berufsverkehr mit den älteren Gotha- und REKO-Wagen
mit jeweils einem Beiwagen im Einsatz. Tagsüber wurden die Wagen in der
Wismarschen Straße vor dem Arsenal abgestellt. Das Depot in der Wallstraße
war voll mit Schadwagen. Ende Februar stabilisierte sich die Lage. Auf der
Linie 2 fuhren dann wieder Tatrawagen und die Gotha- und REKO-Züge
konnten die Linie 1 bedienen. |
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Arbeitswagen
entsteht |
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Ein nicht unerhebliches
Problem, stellen die durch den Tatraeinsatz entstandenen Riffel
auf den Gleisen dar. Im Juni 1979 begannen Mitarbeiter des VEB Schweiß- und
Schleiftechnik Leipzig mit Spezialmaschinen die Schienen zu schleifen. Nach
dem Abschleifen wurde die Lärmbelästigung beim Fahren der Straßenbahnen
niedriger. Um die Riffelbildung in Zukunft vorbeugend einzudämmen, baute die
Werkstatt ab Juli 1980 den ungeliebten Triebwagen 212 schließlich zum
Schleifwagen um. In der Folgezeit experimentierte man, wie das Problem mit
dem Ansaugen von Schnee in den Griff zu bekommen ist. So baute man den
Triebwagen 226 so um, dass er die Luft im Fahrgastraum ansaugte. Die Folge
war eine erhebliche Lärmbelästigung der Fahrgäste. Der Wagen ist auch sehr
kalt, da die gerade angewärmte Luft für die Fahrgäste durch den
Motorgeneratorgleich wieder abgesaugt wurde. Andere Wagen bekamen auf die
Lüftungsklappenmontierte feinmaschige Gazegitter. |
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Neue
Lieferung mit Zahlboxen ausgerüstet |
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Gerade noch rechtzeitig zur
Eröffnung der Strecke nach Neu Pampow am 7.
Oktober1979 trafen die nächsten Tatrawagen ein. Die Zeit war so knapp, dass
zunächst auf den Einbau von Entwertern verzichtet wurde. Aus Dessau
beschaffte man einige dort gerade ausgemusterte Zahlboxen und baute diese
provisorisch ein. |
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Unfälle
und andere Vorkommnisse |
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Das Jahr 1980 war von mehreren
schweren Unfällen und zahlreichen weiteren Vorkommnissen gekennzeichnet. Der
Triebwagen 233 trug bei einem Zusammenstoß mit einem LKW so schwere
Beschädigung davon, dass ein Wideraufbau zu kostspielig war. Aus ihm entstand
1985 die Drehgestelltransportlore. Ein anderes Fahrzeug verlor einen
Fahrmotor. Am 26. November brannte nachts der in der Schleife Freilichtbühne
abgestellte Triebwagen 231 völlig aus, so dass er im Jahre 1983 als erster
Wagen in den Schrott ging. Weitere dort ebenfalls abgestellte Fahrzeuge
erlitten leichtere Brandschäden. In der Lieferung des Jahres 1981 kamen für
die drei nicht mehr im Liniendienst stehenden Triebwagen (212, 231 und 233)
Ersatzfahrzeuge nach Schwerin (295-297). Bei mehreren Wagen lösten sich die
Radreifen. In deren Folge bekamen alle neu montierten Räder einen diagonalen
weißen Strich über die Räder. So sollte das Personal ein Verschieben des
Radreifens auf dem Rad erkennen. |
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Neue
Werkstätten |
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Mit der Inbetriebnahme des
neuen Straßenbahnbetriebshofes Haselholz am 11. Dezember 1980 verbesserten
sich die Arbeitsbedingungen für das Werkstattpersonal erheblich. Am 14. März
des nächsten Jahres ging dort auch die Hauptwerkstatt in Betrieb. Die Wartung
und Pflege der Fahrzeuge war nun wesendlich besser möglich. Die
Drehgestellwerkstatt verblieb noch bis zur Schließung des alten Betriebshofes
am 31.Dezember 1996 in der Wallstraße. |
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Güterverkehr |
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Eine Besonderheit war im
November 1982 zu erleben. Das Ministerium für Verkehrswesen der DDR verlangte
die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Als
Erklärung diente die volkswirtschaftliche Notwendigkeit Dieselkraftstoff
zusparen. In Schwerin untersuchte eine eigens dafür ins Leben gerufene
Arbeitsgruppe nach Möglichkeiten dieses Vorhaben umzusetzen. Die in Schwerin
Süd ansässigen Betriebe VEB Lederwarenwerk und VEB Hydraulik transportierten
mehrmals wöchentlich mehrere Tausend Expressgutpakete zur Verladung auf
Eisenbahnwagen zum Hauptbahnhof. Diese Transporte können nur nachts in den
verkehrsschwachen Zeiten erfolgen, da der normale Straßenbahnverkehr nicht
behindert werden darf. Es gab keine Gleisanschlüsse und es musste zweimal
zusätzlich umgeladen werden. So veränderten die Betriebe bestimmte
Arbeitsabläufe. Am Abend des 5. November1982 erfolgte die erste Testfahrt.
Ein LKW brachte gegen 22:00 Uhr die Pakete von den ca. 500 Meter entfernten
Betrieben zur Straßenbahnhaltestelle Schwerin Süd. Ein Tatragroßzug kam zur
gleichen Zeit leer vom Betriebshof an. Nun begann die Umladung in die
Straßenbahn. Nach ca. einer Stunde erfolgte die Fahrt über Neu Pampow und Kliniken zum Hauptbahnhof. Von hier brachten
Elektrokarren der Deutschen Reichsbahn die Pakete zur ca. 200 Meterentfernten
Expressgutabfertigung. Die Bahn fuhr dann wieder leer zum Betriebshof. Dabei
legte die Straßenbahn mehr als doppelt so viele Kilometer zurück, als es der
LKW getan hätte. Die erste Fahrt bezeichnete man in den Medien als
erfolgreich. Wenige Fahrten als Gütertransport mit der Straßenbahn folgten,
schließlich besannen sich die Entscheidungsträger eines Besseren. |
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Hauptuntersuchung |
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Im Jahre 1983 begann die
Hauptuntersuchung für den ersten Tatrazug. Nachdem der Aufwand ermittelt
wurde und eine gründliche Aufarbeitung der Wagenkästen beim Nahverkehr aus
technischen Gründen nicht möglich war, suchte man nach einem kompetenten
Partner. Das Kraftfahrzeuginstandsetzungswerk Güstrow konnte die gestellten
Anforderungen erfüllen. Hier führte man seit einigen Jahren
Generalüberholungen an Omnibussen durch. Die Straßenbahnen wurden im
Betriebshof Haselholz ausgeschlachtet. Übrig blieb der Wagenkasten mit den
Kabelbäumen. Die Drehgestelle wurden durch Laufgestelle mit Autoreifen
ersetzt. Gezogen von einem LKW rollte der Wagen zur Verladerampe neben dem
Unterwerk im Betriebshof. Nebenher gingen zwei Schlosser, die die
Hilfsgestelle in den Kurven lenkten. Von der Verladerampe fuhren die
Wagenkästen auf einem Spezialanhänger mit Zugmaschine. Am nächsten Vormittag
ging die Fahrt der Tatras nach Güstrow. Dort wurden sie entladen und
aufgearbeitet. Dies begann mit der Instandsetzung des Wagenkastens. Es folgte
eine Sandstrahlung. Anschließend erhielt der Wagen eine Neulackierung.
Meistens waren drei Fahrzeuge gleichzeitig in Güstrow. Der Rücktransport
erfolgte wieder per LKW. Die Komplettierung erfolgte dann wieder beim
Nahverkehr im Betriebshof Haselholz. Der erste Straßenbahnwagen verließ am14.
Oktober 1983 den Betriebshof in Richtung Güstrow und traf bereits am 3.
November 1983 wieder in Schwerin ein. Späterdauerte es länger. Die
Instandsetzung der Drehgestelle erfolgte weiterhin im Betriebshof Wallstraße.
Um die Drehgestelle dort hin transportieren zu können, baute die Werkstatt im
Jahre 1985 aus dem ausgebrannten Triebwagen 233 eine Transportlore. |
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Dreiertraktionen |
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In den Sommerferien 1985 gab es
einen Engpass an betriebsbereiten Beiwagen. Da die Traktionen (Tw+Tw) das Fahrgastaufkommen nicht bewältigten, setzte
der Nahverkehr vereinzelt auf der Linie 3 im Berufsverkehr Dreifachtraktionen
(Tw+Tw+Tw) ein. |
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Test
mit 4-Wagen-Zug |
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Wie in anderen
Nahverkehrsbetrieben auch, gab es nicht genügend Fahrpersonal. Am Ende des
Jahre 1987 spitzte sich die Lage dramatisch zu. So suchte der Nahverkehreinen
Ausweg in der Bildung größerer Züge, um die Fahrtenhäufigkeit bei gleichem
Platzangebot verringern zu können. Im Januar 1988 erprobte man einen
Vierwagenzug bestehend aus drei Trieb- und einem Beiwagen. Die Fahrleitung
war zwischen zwei Masten nicht für drei angelegte Stromabnehmer ausgerüstet.
So erhielten die Heckkupplung am Triebwagen 247 und die Bugkupplung am
Triebwagen 248 Kontakte zur Starkstromübertragung. Der Triebwagen 248 konnte
jetzt mit abgezogenem Stromabnehmer fahren. Vor dieser Traktion wurde der
Triebwagen 283 gekuppelt. Als Beiwagen fand der 327 Verwendung. Er erhielt
hinter der letzen Tür eine Lampe. Sah der Fahrer das Licht der Lampe im
Rückspiegel, war der Fahrgastwechsel an der Haltestelle beendet. Die
Testfahrten verliefen jedoch katastrophal. Die Stromversorgung war
unzureichend, da zeitgleich zu viel Strom benötigt wurde. Beim Anfahren gab
es erhebliche Spannungsabfälle. Nach wenigen Versuchen wurden die Tests
abgebrochen. Der Beiwagen wurde wieder zurückgebaut. Die Triebwagen 247 und
248 fuhren so weiter. |
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Fahrzeugwerbung |
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Im Jahre 1988 zeigten sich im
Straßenbild die ersten Fahrzeuge mit Werbung. Nachdem bereits in mehreren
anderen Städten die Werbung an den öffentlichen Nahverkehrsmitteln eingeführt
wurde, bekam der neueste Tatrazug eine Werbeaufschrift vom Lederwarenkombinat
in Schwerin-Süd. Zunächst wurde nur die linke Seite genutzt. Weitere
Werbungen folgten schnell, bald auch auf beiden Seiten. Kurz nach der Wende
tauchten die ersten Züge in Ganzreklame auf. Die „neuen“ Bundesbürger sollten
schnell und auffällig auf die neuen Produkte aufmerksam gemacht werden.
Einige Jahre später machte die Werbeindustrie auch nicht vor dem Bekleben der
Fensterscheiben halt. |
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Kurzes
Intermezzo |
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Im Jahre 1989 trafen in Schwerin 6 Züge des neuen Tatratyps T6A2 bzw. B6A2 ein. Da diese Fahrzeuge nur eine Wagenkastenbreite von 2.2 Metern hatten, waren sie für Schwerin auf Grund der Hochbahnsteige auf den seit 1979 gebauten Strecken ungeeignet. Es wäre nur ein Einsatz auf der Linie 1 (Klement-Gottwald-Werk, heue Kliniken – Großer Dreesch II, heute Berliner Platz) möglich gewesen. Diese Fahrzeuge waren auch technisch völlig anders ausgerüstet. Nach der Übergabe durch den Hersteller wurden sie ohne Fahrgasteinsatz nach Magdeburg verkauft, die ebenfalls 6 Züge vom Hersteller erhielten. |
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Modernisierung |
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Im Jahre 1990 entschloss sich
der Nahverkehr zur Modernisierung des seit 1988 typenreinen Wagenparks. Die
Fahrzeuge wiesen einen relativ guten Zustand auf. Neubaufahrzeuge als
Ersatzbeschaffung standen auf Grund des relativ niedrigen Alters der Tatrawagen
und aus finanziellen Gründen nicht zur Debatte. Allerdings konnte dadurch die
Einstiegssituation nicht verändert werden. Auch die Probleme an den
Übergängen zwischen den Glasfaserlaminatformteilen
und den übrigen Wagekasten aus Metall blieben unverändert. Von Anfang an
legte der Schweriner Nahverkehr großes Augenmerk auf die Erneuerung der
Fahrzeugsteuerung. So erfolgte, im Gegensatz zu allen anderen
Verkehrsbetrieben, von Anfang an der Einbau von GTO-Gleichstromstellern.
Der störanfällige und energieverbrauchsintensive Beschleuniger sollte durch
die elektronische Choppersteuerung ersetzt werden.
Die Bremsenergie konnte jetzt ins Netz zurückgespeist werden. In diesem
Zusammenhang stand auch der Ersatz des lauten Motorgenerators, einer
Kombination aus rotierendem Umformer und Lüfter für die Widerstände im
Beschleuniger, durch einen statischen Umformer an. Als Zulieferer der
Baugruppen konnte die AEG gewonnen werden. Für einderartiges Vorhaben gab es
keinerlei Erfahrungen. So begann der Umbau mit dem gerade zur
Hauptuntersuchung anstehenden Triebwagen (294 und 295; neue
Nummer146-246).Die Wagenkasteninstandsetzung führte weiterhin der
Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetrieb in Güstrow durch. Die Fenster entsprachen
nicht mehr den neuen gesetzlichen Bestimmungen. Die Fahrgäste konnten sich
aus dem Fenster lehnen. Um dies zu verhindern, entschied sich der Nahverkehr
zum Einbau von Klappfenstern. Zur Verringerung der Geräusche im Wageninneren
ist eine neue Innenverkleidung mit Antidröhnbeschichtung angebracht worden.
Für eine bessere Fahrgastinformation lieferte die Firma Krüger aus Schenefeld
zur Anzeige der nächsten Haltestelle optische LCD-Innenanzeigen.
Die akustische Haltestellenansage erfolgt nun auch automatisch. Für die
Anzeige des Fahrziels wurden Matrixzielanzeigen der Firma AEG beschafft. Zur
Steuerung dieser Bauteile fand ein kleines Steuergerät in der Fahrerkabine
Platz. Hinter der Fahrerkabine steht nun ein Schaltschrank, in dem die neue
Elektronik untergebracht ist. Weitere auffällige Neuerungen sind ein
neuartiger Fußbodenbelag, veränderte Innenbeleuchtung mit Leuchtstoffröhren,
die vorhandenen Sitzschalen sind aufgepolstert und ein
Fahrkartenverkaufsautomat. Die Stromabnehmer sind nun motorisch angetrieben.
Das Fahrpersonal sollte künftig ohne Rangierer den Straßenbahnzug rückwärts
bewegen können. Daher erfolgte am Heck der Einbau von Rückwärtsfahrschaltern.
Die Rückfahrgeschwindigkeit beträgt maximal10 km/h. Für bessere
Arbeitsbedingungen des Fahrpersonals sorgen Dachlüfter und ein neuartiger
Sitz. Der Nahverkehr entschied sich die Fahrerkabine im zweiten geführten
Triebwagen durch einen kostengünstigeren Hilfsfahrstand
zu ersetzen, da viele Bauteile, wie in einen Beiwagen, hier nicht notwendig
sind. Die so entstandenen Beitriebwagen können auch
mehr Fahrgäste aufnehmen als einnormaler Triebwagen. Bei der Aufarbeitung der
Drehgestelle verwendete die Werkstatt nun das so genannte „Bochumer Rad“.
Dieses gummigefederte Rad zeichnet sich durch eine geringere
Geräuschentwicklung als bei den vorhandenen Rädern aus. Die
Spurkranzschmierung soll auch den Verschleiß der Räder mindern. All diese
Maßnahmen führten dazu, dass die herannahenden Wagen auf Grund der geringen
Geräuschentwicklung von einigen Passanten nicht war genommen wurden. Ab dem
zweiten Zug (147-247) wurden Matrixaußenanzeigen der Firma Krüger eingebaut,
da die von der AEG nicht befriedigte. Ab dem fünften Zug (152-252) gingen die
Schürzen erstmals auch über die Drehgestelle. So verringerte sich der
Lärmpegel weiter. Ab dem sechsten Zug (101-201) bekamen die Wagen ab Mai 1992
ein neues Outfit. Die Wagen sind weiß lackiert und in den Stadtfarben gelb
und blau abgesetzt. Die Stoßstangen sind nun grau. Ab dem achten Zug
(153-253) ersetzen Außenschwenktüren der Firma Kiekert
die störanfälligen Falttüren. Zur weiteren Verbesserung der
Arbeitsbedingungen für die Fahrer wurde die vordere Hälfte der ersten Tür
durch ein kleines Fenster ersetzt. Die Fahrerkabinenrückwand ist nun
durchgehend gerade. Die weitere Modernisierung erfolgte nun ohne wesentliche
Änderungen der Arbeitsaufgaben. Im Jahre 1994 begann die Modernisierung von
Beiwagen. Am Wagenkasten erfolgten die gleichen Arbeiten wie an den
Triebwagen. Die elektrische Bremse wurde durcheine hydraulische ersetzt, die
viel zuverlässiger arbeitet. Die häufig durch Überbremsung entstandenen
Flachstellen in den Radreifen gehören seither der Vergangenheit an. Bis
Januar 1996 wurden 82 Triebwagen und 20 Beiwagen modernisiert. Ein Beiwagen
fiel am 6. Februar 1997 in der Schleife Hegelstraße einem Brandanschlag zum Opfer.
Bis August 1998 entstand ein Ersatzfahrzeug. |
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Erste
Wagen entbehrlich |
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Durch den gestiegenen
Motorisierungsgrad der Schweriner und die rückläufigen Einwohnerzahlen wurden
die ersten Beiwagen entbehrlich. Da sich kein Käufer fand, begann im Jahre 1992
die erste Verschrottung, weitere folgten 1993 und 1995. |
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Verkäufe
nach Prora, Wladikawkas
und Woronesh |
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In den Jahren 1996 bis 1998
konnten überzählige nichtmodernisierte Wagen
verkauft werden. Die ersten Wagen wurden vom Technik- und Eisenbahnmuseum in Prora übernommen. Weitere Triebwagen fanden in den
russischen Städten Wladikawkas und Woronesh eine neue Heimat. |
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Ausrüstung
mit Bordrechner |
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Im Januar 1999 begann die
Ausrüstung der Straßenbahnen mit Bordrechnern. Das vorhandene Steuergerät
konnte nur die Außen- und Innenanzeige sowie die Haltestellenansage und die
Entwerter steuern. Weitere Funktionen, wie der Fahrplan Soll-Ist-Vergleich
und die Funktionen des Funkgerätes sollen übernommen werden. Im zweiten
Schritt sind die Beeinflussung von Lichtsignalanlagen, die Anschlusssicherung
der Fahrzeuge und die Weichensteuerung vorgesehen. Mit der Inbetriebnahme der
Geräte bei der Straßenbahn waren einige Neuerungen zu beachten. Die Linienanzeigen
zeigten nun auch beim Einrücken in den Betriebshof eine Liniennummer. Um
Verwechslungen der Fahrgäste zum Fahrziel auszuschließen (am Heck der Wagen
sind keine Zielanzeigen vorhanden) und für eine exakte automatische
Weichensteuerung mussten die Fahrten vom und zum Betriebshof Haselholz
eigenständige Liniennummern erhalten, die mit dem Fahrplanwechsel am 30. Mai
1999 eingeführt wurden. Die Funktion der automatischen Weichensteuerung wurde
letztlich nie in Betrieb genommen. Die Anschlusssicherung mit Hilfe dieser
Bordrechner bereitete so große technische Probleme, so dass es über Versuche
nicht hinaus kam. |
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Neuer
Arbeitszug |
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Ende März 1999 entstand aus dem
ersten modernisierten Tatrazug ein Arbeitszug. Dieser übernahm fortan die
Aufgaben des alten Arbeitswagens 998 (ex 212), der nie in Güstrow war und
daher dringend ersetzt werden musste |
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Verkäufe
nach Daugavpils und Dnepropetrowsk |
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Mit der Lieferung der neuen Niederflurstraßenbahnen vom Typ SN 2001 ab August 2001 sind nun auch die ersten modernisierten Tatrawagen entbehrlich. Die sechs Züge mit Falttüren konnten im April 2002 nach Daugavpils in Lettland verkauft werden. Mit jeder weiteren Lieferung fährt ein weiterer Tatrazug aufs Abstellgleis. Die nächsten vier Trieb- und
vier Beitriebwagen konnten nach Dnepropetrowsk
in Russland verkauft werden. Per LKW holte ein Zwischenhändler die Wagen am
29. und 30. Juli 2003 ab. Im Fährhafen Mukran auf
der Insel Rügen fand die Verladung auf russische Eisenbahnwagen statt, die
wenig später ihre Reise zunächst per Schiff fortsetzten. Einige Wochen später
sind die Fahrzeuge bereits im Einsatz. Sie verkehren ausschließlich auf der
von vielen Fahrgästen genutzten Linie 1 zwischen dem Bahnhof und der Transportuniversität. |
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Kinderstraßenbahn |
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Am 21. August 2003 wurde nach knapp achtmonatiger Arbeit die Inneneinrichtung mit Unterstützung der Nahverkehr Schwerin GmbH, der MecklenburgBahn, des Schweriner Arbeitsamtes, des Schweriner Umschulungs- und Bildungszentrums e. V., der Verkehrswacht der Landeshauptstadt Schwerin g. V. und der Polizei Schwerin in ein fahrendes Klassenzimmer umgebaut. Der Zug 111+211+311 wird hauptsächlich zur Verkehrserziehung von Kindern im Grundschulalter genutzt. Die „Spatzenbahn“, so der Taufnahme, darf wegen fehlender Hauptuntersuchung den Betriebshof aber nicht verlassen. Nach dem es immer schwieriger
oder gar unmöglich wurde Ersatzteile für die Fahrzeugsteuerung der restlichen
modernisierten Tatrawagen zu bekommen, entschloss sich der Nahverkehr die
seit Monaten abgestellten Triebwagen 211 und Beiwagen 311 der
Kinderfahrschule „Spatzenbahn“ Ende August 2010 zu verschrotten. |
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Jubiläum
„30Jahre Tatrabahnen in Schwerin“ |
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Im August 2003 gehören die Tatrawagen bereits 30 Jahre zum Schweriner Stadtbild. Dies nahmen einige Straßenbahnfreunde zum Anlass und organisierten für den23. August, an diesem Tag traf vor 30 Jahren der erste Tatrawagen in Schwerin ein, eine Jubiläumsveranstaltung. Am Vormittag hatten die Besucher die Möglichkeit den Betriebshof Haselholz mit einer kleinen Fahrzeugausstellung und die Straßenbahnmodulanlage des Modelbauvereins Nahverkehr Schwerin zu besichtigen. Am Nachmittag stand der letzte für die ehemalige DDR gebaute Tatragroßraumzug mit PCC-Steuerung für Rundfahrten auf der ersten Einsatzstrecke dieses Typs, der damaligen Linie 2 zwischen Lankow und Freilichtbühne zur Verfügung. Die Fahrten fanden in allen technisch möglichen Zugzusammenstellungen (Tw+Tw+Bw, Tw, Tw+Bw, Tw+Tw) statt. Die historischen Triebwagen 21 und 26 waren ebenfalls für Rundfahrten von der Schleife Freilichtbühne abwechselnd zu den Kliniken und zur Hegelstraße im Einsatz. An der Freilichtbühne trafen sich dann immer alle Bahnen. So konnten die Fahrgästeproblemlos das Fahrzeug wechseln. Am frühen Abend krönte ein Fahrzeugkorso die Veranstaltung. Ausgangspunkt war die Wendeschleife an der Freilichtbühne. Alle noch vorhandenen Straßenbahnfahrzeugtypen fuhren zur Freude der viele an der Strecke stehenden Fotografen über Berliner Platz zum Betriebshof Haselholz. Eine Woche vor dem Jubiläum
traf der letzte neue Niederflurwagen vom Typ SN 2001
in Schwerin ein. Für dessen Inbetriebnahme und die offizielle Verabschiedung
der Tatrawagen aus dem Linienverkehr führte die Nahverkehr Schwerin GmbH am
Nachmittag des Jubiläumsvortages eine Veranstaltung im Beisein zahlreicher
geladener Gäste aus Politik und Wirtschaft durch. Leider gelang es nicht
einen Vertreter der ehemaligen Tatrawerke in Prag einzuladen. |
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Erste
Verschrottungen |
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In der Zeit vom 26. August bis
4. Septemberzerlegte ein Schrotthändler einige unverkäufliche Wagen im Btf. Haselholz. Diese hatten entweder Unfallschäden oder
stellten in der letzen Zeit einige Ersatzteile zur Reparatur anderer
Fahrzeuge zur Verfügung. |
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Letzter
Linieneinsatz |
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Nach dem der letzte Fahrer, der
nur eine Fahrerlaubnis für Tatrawagen besaß, in den wohlverdienten Ruhestand
ging, endete am Freitag, dem 13. Februar 2004 der Einsatz dieses Fahrzeugtyps
auf den Schweriner Gleisen. Der Zug 144-244 verkehrte seitdem Fahrplanwechsel
am 1. Februar während des Berufsverkehrs auf der Linie 2.Damit endete nach
10.983 Tagen im Dienste der Fahrgäste die Ära der Tatrabahnen, auf der Linie,
wo sie einst begann. |
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Verkäufe
nach Almaty und erneut nach Dnepropetrowsk |
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Der Verkehrsbetrieb in der
kasachischen Stadt Almaty hatte 12 Doppeltriebwagen
gekauft. So begann Mitte Februar die Vorbereitung für den Versand. Die Stromabnehmer,
die Scheibenwischer und die Scheinwerfer wurden demontiert und im
Wageninneren abgelegt. Anschließend verschlossen die Mitarbeiter die Türen.
Diesmal sollte die Reise von Anfang an per Eisenbahn erfolgen. Am Mittag des
01. März 2004 traf mit leichter Verspätung der erste Güterzugteil mit 12
Flachwagen der Gattung Laadkks der italienischen
Eisenbahn und einen Mannschaftswagen der Röbel-Müritzer
Museumsbahn auf dem Btf. Haselholz ein. Wenig
später begann auf dem Hebestand am Gleis 32 die Verladung der Tatrawagen. Es
wurden immer zwei Triebwagen gleichzeitig angehoben. Anschließend schob die
Lok den Zug rückwärts unter die angehobenen Wagen. Danach erfolgte das
Absenken der Wagen auf die vorbereiteten Holzkeile. Dann wurde der Zug auf
die Abstellgleise der MecklenburgBahn geschoben und
die verladenen Wagen abgekuppelt. Hier erfolgte durch die Verladefirma das
Verzurren der Wagen. Wie sich später herausstellte gab es auf der Reise
Probleme bei der Einfuhr in die Ukraine. Das Parlament der Ukraine hatte
einige Wochen zuvor beschlossen keine Fahrzeuge mehr einzuführen, die älter
als 8 Jahre alt sind. Damit wollte man die „billige Entsorgung“ älterer
Fahrzeuge aus dem Ausland unterbinden. Die Direktion der Straßenbahn in Dnepropetrowsk konnte schließlich nach einigen Wochen die
Behörden damit überzeugen, dass die Fahrzeuge vor 8 bis 10 Jahren in Schwerin
gründlich überholt wurden und die ein Jahr zu vor ebenfalls in Schwerin gekauften Fahrzeuge desgleichen Typs zur vollen
Zufriedenheit im Einsatz sind. |
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Verkauf
nach Tula |
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Am 22. Februar 2005 verließ
wieder ein Zug Schwerin. Diesmal ging die Reise in die russische Stadt Tula. Hierbei handelte es sich um den Zug 144-244, der ja
bei der Modernisierung wegen eines Unfalls einen veränderten Wagenkasten bekam.
Auf Grund dieser Bauformüberschreiten die Fahrzeuge das maximale Lademaß der
deutschen und polnischen Eisenbahnen. Somit kam nur der Transport per LKW in
Frage. Die Reise ging also zunächst zum Fährhafen in Mukran,
wo er auf russische Güterwagen verladen wurde. Diese gelangten anschließend
auf einer Fähre nach Russland. Nach der Umspurung hat die Werkstatt für die
Stromversorgung des zweiten Triebwagens eine Kabelverbindung auf den
Wagendächern, ähnlich wie in Almaty, installiert.
An einigen Stellen müssen zur sicheren Stromabnahme aber beide Bügel angelegt
sein. Damit kann auch der zweite Stromabnehmer den ersten Triebwagen
mitversorgen. An Stellen mit guter Stromabnahme ist es zur Verschleißsenkung
der Kohlestücke am Bügel üblich, mit dem zweiten Stromabnehmer abgebügelt zu
fahren. Dem Verkehrsbetrieb ist als einzigster
gelungen, die Matrixanzeigen der ehemaligen Schweriner Wagen wieder in
Betrieb zu nehmen. Anfang Juli und Ende August holte die Spedition jeweils
zwei weitere Züge zur Verschiffung nach Tula ab. |
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Verschrottung der Drehgestelltransportlore |
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Am 7. November 2007 erfolgte die Verschrottung der Drehgestelltransportlore 911. Dieser war seit der Schließung des Btf. Wallstraße zum Jahresende 1996 kaum noch genutzt worden. In wenigen Einzelfällen wurde das Fahrzeug zum Transport von vorgefertigten Gleisen genutzt. Der Aufwand zur Herstellung der Betriebs- und Verkehrssicherheit war immer Aufwendiger geworden. |
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Museumszug |
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Zu den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Schweriner Straßenbahn erhielt der Tw 417 bis August 2008 eine Grundinstandsetzung. Damit der letzte für die DDR gebaute Triebwagen mit PCC-Steuerung nun offiziell ein Museumswagen. Für die Triebwagen 418 und den Beiwagen 359 reichten die finanziellen Mittel zur Aufarbeitung nicht aus. Diese Wagen stehen weiterhin unter freiem Himmel und warten auf bessere Zeiten. |
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Ende
des Arbeitszuges |
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Nach dem die Fahrzeugsteuerung
am Arbeitswagen 905 kurz vor Weihnachten 2010 defekt ging, musste das Fahrzeug
abgestellt werden. Fortan fuhr der Arbeitswagen 907 zur Enteisung der
Fahrleitung alleine. Den Winterdienst mit dem Schneepflug übernahm fort an
eine Niederflurtraktion. Da für beide Arbeitswagen im Jahre 2011 die
Hauptuntersuchung ansteht, wurden sie aus Kostgründen im April 2011 nun
endgültig aus dem Verkehr genommen und abgestellt. Der Schmierstromabnehmer
vom Arbeitswagen 907 wird der Schöneicher-Rüdersdorfer
Straßenbahn zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug stellt die Bahn einen
originalen LEW-Stromabnehmer für den historischen Gothatriebwagen 21 zur
Verfügung. Für den Winter 2011/12 ist es vorgesehen, den kompletten
Winterdienst mit Niederflurwagen durchzuführen. |
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(große Textteile entstammen aus meiner Broschüre „30 Jahre Tatrabahnen in Schwerin“ aus dem Jahre 2003) |
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Der Tw
417 ist gerade an der Endstelle Lankow-Siedlung
angekommen. |
Wenige Augenblicke später folgte der Tw
418 mit Bw 359. |
Der Bw 359 steht im Betriebshof
Haselholz. |
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Die Spatzenbahn auf ihrem
Stammplatz im Betriebshof Haselholz. |
Der ATw
905 wartet auf seinen nächsten Einsatz. |
Beim ATw
907 ist der zweite hintere Stromabnehmer zur Fahrleitungs- |
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Hersteller: |
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Wagenbaulicher
Teil: Ceskomoravská Kolben-Danèk,
Praha, Werk Tatra |
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Elektrischer
Teil: Ceskomoravská Kolben-Danèk,
Praha, Werk Trakce |
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Anzahl: 115 Triebwagen
und 56 Beiwagen |
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Allgemeine Daten |
Triebwagen (T3D) |
Beiwagen (B3D) |
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Bauart |
Einrichtungsgroßraumwagen |
Einrichtungsgroßraumwagen |
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Länge |
14944
mm |
14944
mm |
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Breite |
2500 mm |
2500 mm |
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Höhe |
3028 mm |
3060 mm |
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Achsfolge |
Bo'Bo' |
2'2' |
|
Drehzapfabstand
/ Achstand |
6400 mm
/ 1900 mm |
6400 mm
/ 1900 mm |
|
Spurweite |
1435 mm |
1435 mm |
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Fahrzeugmasse |
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leer |
16,8 t |
13,5 t |
|
Platzangebot |
|
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Sitzplätze |
28 |
29 |
|
Stehplätze
(4 Personen je m2) |
62 |
65 |
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Leistungsdaten |
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Fahrdrahtnetzspannung |
600 V = |
- |
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Rückspeisung
der Bremsenergie (v/n) |
nein /
ja |
- |
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Steuerspannung |
24 V = |
24 V = |
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Umformer
(v/n) |
generatorisch / statisch |
- |
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Geschwindigkeiten und Beschleunigung |
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Höchstgeschwindigkeit
(v/n) |
55 km/h
/ 60 km/h |
55 km/h
/ 60 km/h |
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Mittlere
Beschleunigung |
1,35
m/s2 |
- |
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Mittlere
Verzögerung |
1,20
m/s2 |
- |
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Gefahrenbremsung |
2,72
m/s2 |
- |
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Motor |
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Hersteller |
CKD Trace |
- |
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Typ |
TE 022 |
- |
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Motorleistung |
4 x 43
kW |
- |
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Bremsen |
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Elektrische
Betriebsbremse |
generatorisch |
Solenoidbremse |
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Feststellbremse |
Federspeicherbremse |
Federspeicherbremse |
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Magnetschienenbremse |
4 x 40
kN (24V) |
4 x 40
kN (24V) |
(v/n) - vor / nach der Modernisierung, wenn
Unterschiede, sonst nach Modernisierung unverändert
© 30.06.11